
Autorin: Jessica Lind
Titel: Kleine Monster
Kategorie: Roman
Erschienen am 21. Juli 2024 bei Hanser Berlin
Gebunden: 24,00 Euro // E-Book: 16,99 Euro
Bewertung: ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ (5 von 5 Sternen)
Klappentext:
Pia und Jakob sitzen im Klassenzimmer der 2B, ihnen gegenüber die Lehrerin ihres Sohnes. Es habe einen Vorfall gegeben, mit einem Mädchen. Pia kann zunächst nicht glauben, was ihrem siebenjährigen Kind da vorgeworfen wird. Denn Luca ist ein guter Junge, klug und sensibel. Sein Vater hat daran keinen Zweifel. Aber Pia kennt die Abgründe, die auch in Kindern schlummern, das Misstrauen der anderen erinnert sie an ihre eigene Kindheit. Sie lässt ihren Sohn nicht mehr aus den Augen und sieht einen Menschen, der ihr von Tag zu Tag fremder wird. Bei dem Versuch, ihre Familie zu schützen, wird Pia schließlich mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert. Ein fesselndes psychologisches Drama über die Illusion einer heilen Kindheit.
Meine Meinung zu Kleine Monster von Jessica Lind
Die österreichische Autorin Jessica Lind hat mit „Kleine Monster“ einen aufwühlenden und emotionalen Roman geschrieben, der tief unter die Haut geht. In meiner Rezension möchte ich einerseits meine Eindrücke teilen, aber auch die Emotionen, die das Buch bei mir hervorgerufen hat. Vorweg erst einmal das Wichtigste: Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!
Rezension
In der Geschichte steckt so viel mehr, als der Klappentext vermuten lässt. Ich möchte jedoch nicht zu viel über den Inhalt verraten, um die Spannung nicht vorwegzunehmen. Das Buch beginnt mit dem im Klappentext erwähnten Elterngespräch und dem Vorfall zwischen dem kleinen Luca und einer Mitschülerin. Stück für Stück gibt uns Jessica Lind Einblick in eine Familie, die geprägt ist von Rissen und Vorbehalten, von falschen Entscheidungen und dem Umgang der Einzelnen damit.
Die im Buch erzählte Geschichte hat mich tief erschüttert und einmal mehr gezeigt, dass Gewalt nicht immer physischer Natur oder sichtbar sein muss. Auch psychische Gewalt kann tiefe Wunden hinterlassen.
Wir werden beim Lesen mit menschlichen Abgründen konfrontiert, die stellenweise kaum zu ertragen sind. Eine Szene gegen Ende hat mich als Mama besonders hart getroffen. Es gab eine Figur im Buch, die ich am liebsten angeschrien, geschüttelt oder mit eiskaltem Wasser übergossen hätte, um das Unerklärbare doch noch irgendwie abzuwenden. Andere Figuren hingegen wollte ich einfach nur in den Arm nehmen und sagen: „Alles wird gut, ich beschütze dich“.
Jetzt kommen mir doch die Tränen (das Buch ist noch ganz frisch in meinem Kopf). Ich kann euch das Buch wirklich sehr ans Herz legen. Euch erwartet ein ganzes Potpourri an Gefühlen. Haltet am besten Taschentücher bereit, falls ihr bei schmerzhaften Themen nah am Wasser gebaut sein solltet, – oder ein Kissen zum Hineinboxen für all den aufgestauten Frust und die damit einhergehende Ohnmacht. Ein wahnsinnig gutes Buch über Familie und was sie zusammenhält und auseinanderbrechen lässt.
Das Buch wurde mir von Hanser Berlin über NetGalley als E-Book zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür! Ich hoffe, dass meine Rezension euch neugierig gemacht hat und ihr das Buch genauso gut findet wie ich.
Habt ihr das Buch schon gelesen? Wie hat es euch gefallen?






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