Heute zeige ich dir, wie du einfach, schnell und kostenlos ein eigenes Mood Board erstellen kannst.
Mood Boards sind ein ideales visuelles Tool für den privaten oder beruflichen Gebrauch. Sie eignen sich zum Beispiel für:
- die Planung deiner Hochzeit 👰♀️
- Renovierungsprojekte 🪜
- Branding und Aufbau einer Markenidentität 🌐
- Marketing- und Designprojekte ⚙️
- und vieles mehr 💬
Hier ist eine kurze Übersicht darüber, was dich in diesem Artikel erwartet (klicke einfach auf die Links, um zum entsprechende Abschnitt zu springen):
- Was ist ein Mood Board überhaupt?
- Die Farbe des Jahres 2023: Viva Magenta
- Wo kommen Mood Boards zum Einsatz?
- Mood Boards und Farbpaletten
- Eine Farbpalette mit Referenzfoto in Adobe Color und Canva erstellen
- Ein eigenes Mood Board in Canva erstellen
- Vorlagen für Canva
1. Was ist ein Mood Board überhaupt?
Ein Mood Board ist im Grunde nichts anderes als ein visuelles Mittel, um Konzepte und Ideen darzustellen oder zu präsentieren. Oft werden dafür Collagen aus Bildern, Materialien, Texten usw. verwendet, die einen bestimmten Stil, ein konzeptuelles Design oder eine Idee vermitteln sollen. Sie können alles Mögliche enthalten: z. B. Fotos, Muster oder Illustrationen, Farbpaletten, Texturen oder Beschreibungen.
Hier siehst du ein von mir erstelltes Beispiel für ein Mood Board mit Bildern, Texturen und einer dazu passenden Farbpalette:

Wie ich darauf gekommen bin? Ich liebe die Farben der Nordlichter und habe mich davon inspirieren lassen (mein Referenzfoto ist das größte Bild oben rechts). Das Zusammenspiel von Aquamarin- und Graulila-Tönen gefällt mir sehr gut und würde sich perfekt in einem Design machen.
✏️ Tipp: Da ich im Hintergrund eine Menge plane (eine weitere Website und mein erstes eigenes E-Book), habe ich mein Mood Board direkt in dem dazugehörigen Ordner in meiner Notebook App abgespeichert. So geht bei den vielen Tools, Apps und Projekten, die mich derzeit begleiten, garantiert nichts verloren.
Mood Boards sind also, wie du siehst, eine hervorragende Ideenquelle zur Inspiration und um deiner Kreativität freien Lauf zu lassen. Es gibt keine Regeln und deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt; du kannst also beliebig herumprobieren und austesten. Sie eignen sich super, um neue Ideen zu finden, um zu erkennen, was zusammenpasst (und was nicht), und um ein einheitliches, aufeinander abgestimmtes Endprodukt oder Thema zu erhalten.
Andere Namen für Mood Boards sind übrigens Inspiration Board, Vision Board, Collage oder Design Board. In der Filmbranche spricht man auch vom Story Board.
2. Die Farbe des Jahres 2023: Viva Magenta
Weiter unten siehst du ein weiteres Beispiel für ein Mood Board, für das ich Viva Magenta – die Farbe des Jahres 2023 von Pantone – als Grundlage gewählt habe.
An diesem Mood Board kann man gut erkennen, wie toll Magenta- und Grüntöne miteinander harmonieren. Auch hier habe ich mich auf rein visuelle Elemente – also Bilder, Strukturen und eine Farbpalette – beschränkt. Du kannst natürlich auch immer auch Texte, Zitate usw. hinzufügen.
„Viva Magenta ist voll Leben und Leidenschaft. Es ist ein elektrisierender und unbändiger Farbton, ein markantes Statement, das alle mit der gleichen Lebensfreude und dem gleichen rebellischen Temperament begrüßt.“
Pressemitteilung auf der Website von Pantone zur Farbe des Jahres

💡 Pantone ist ein weltweit bekanntes Unternehmen, das sich auf Farbstandards spezialisiert hat. Es ist besonders für sein Pantone-Farbsystem bekannt, das in der Grafik-, Mode- und Designbranche weit verbreitet ist. Dieses System besteht aus einer Palette von spezifischen Farben, die jeweils eine eindeutige Nummer und einen eindeutigen Namen haben. Damit können Designer, Drucker und Hersteller Farben einheitlich benennen und besser kommunizieren. Jedes Jahr bestimmt Pantone die Farbe des Jahres, die für die aktuellen gesellschaftlichen, kulturellen und Design-Trends stehen soll. Die Pantone-Farbe des Jahres beeinflusst deshalb oft Designentscheidungen in verschiedenen Branchen, von Mode über Grafikdesign bis hin zum Innendesign.
3. Wo kommen Mood Boards zum Einsatz?
Mood Boards werden vor allem im kreativen Bereich eingesetzt, also beim Grafikdesign, Innendesign, Modedesign oder in der Filmproduktion, um nur einige Beispiele zu nennen. Sie sind quasi ein visueller digitaler Leitfaden, der den Designprozess erleichtert und dafür sorgt, dass der Stil und das Thema einheitlich bleiben.
3.1 Mood Boards für Hochzeiten
Wenn du beispielsweise deine Hochzeit planst, hast du wahrscheinlich ein bestimmtes Thema und Farbmotto im Kopf: soll es eine Boho-Hochzeit werden? Oder eher eine Feier im Landhausstil? Oder doch lieber Vintage? Elegant und urban? Oder doch etwas ganz anderes? Die Ideen für Hochzeitsmottos sind nahezu unendlich!
Ein Mood Board kann äußerst hilfreich sein, um die Vision für deine Hochzeit zu visualisieren, eine einheitliche Atmosphäre zu schaffen und sicherzustellen, dass alle Details, von der Dekoration über die Blumenarrangements bis hin zur Einladungsgestaltung, am Ende harmonisch zusammenpassen.
Hier ist ein Beispiel für ein Mood Board für eine Hochzeit mit den Farbtönen Altrosa und Braun:

3.2 Mood Boards für Inneneinrichtung
Wenn du Renovierungsarbeiten vornimmst oder einen Raum in deinem Haus neu gestalten willst, ist ein Mood Board perfekt, um ein harmonisch aufeinander abgestimmtes Design sicherzustellen. Du hast sicherlich bestimmte Farbvorstellungen im Kopf und das Mood Board stellt sicher, dass deine Erwartungen, wie der Raum am Ende aussehen soll, auch erfüllt werden.
Es erleichtert übrigens auch die Kommunikation mit Innenarchitekten oder Handwerkern, wenn du professionelle Hilfe in Anspruch nimmst.
Hier habe ich ein Beispiel für ein Innendesign Mood Board mit Fokus auf Blau und Orange für die Renovierung eines Zimmers erstellt:

4. Mood Boards und Farbpaletten
Mood Boards und Farbpaletten sind eng miteinander verbunden, da Farben eine entscheidende Rolle bei der Vermittlung der Atmosphäre sowie von Gefühlen und Stilen spielen.
Farben sind stark mit Emotionen und Stimmungen verbunden. Ein Mood Board kann dazu verwendet werden, eine gewünschte Stimmung oder Atmosphäre für ein Projekt zu kommunizieren. Die ausgewählten Farben auf dem Mood Board sollten die gewünschte emotionale Wirkung widerspiegeln.
Bilder und Fotos aus dem echten Leben können eine gute Quelle für Ideen von Farbkombinationen sein. Denke einmal genau darüber nach, welche Farbspiele du schon einmal in der Natur oder an einem bestimmten Ort beobachtet hast? Du kannst dann anhand dieser Bilder eine eigene Farbpalette – so wie unten in der Galerie gezeigt – erstellen.
Das ist ganz einfach und hier zeige ich dir im nächsten Abschnitt, wie es geht.
5. Eine Farbpalette mit Referenzfoto in Canva und Adobe Color erstellen
Wenn du Lust bekommen hast, deine eigene Farbpalette zu erstellen, dann solltest du jetzt ganz aufmerksam weiterlesen, denn hier erfährst du ganz genau, wie es geht.
- Zuerst besuchst du den Farbpaletten-Generator von Adobe Color, indem du hier klickst. Die Nutzung ist kostenlos und sogar ohne Anmeldung möglich. Achte darauf, dass du dich im Tab Thema extrahieren befindest.
- Anschließend lädst du durch Ziehen oder mit einem Klick auf Datei auswählen dein Referenzbild hoch. Der Farbpaletten-Generator bestimmt nun automatisch, welche Farben das Hauptthema deines Fotos bilden.

- 💡 Du kannst die kleinen Punkte auf dem Foto auch verschieben, um andere Farben für deine Farbpalette auszuwählen, aber ich empfehle, der Auswahl von Adobe Color zu vertrauen.
- 💡Unter jeder der 5 Farben wird ein 6-stelliger Code (der Hex-Wert oder auch Hexadezimalcode genannt) angezeigt. Diesen brauchst du später, um die Farbe in Canva wiederzufinden. Dieser Code lässt sich durch einen einfachen Klick kopieren.
- Gehe nun zur Online-Designplattform Canva. Wenn du noch kein Konto bei Canva hast, erkläre ich hier, wie du dich registrierst.
- Klicke bei Canva auf die Social-Media-Vorlage Instagram Post (1080 x 1080 Pixel) und erstelle ein leeres Design. Damit erhältst du genau das Format, das ich oben verwendet habe.

- ✨ Alternativ kannst du auch meine Vorlage für Canva verwenden. Das geht schneller, ist kostenlos und super einfach.
- Wähle nun in der linken Seitenleiste den Tab Elemente und gib Raster in die Suchleiste ein. Klicke dann auf Alle anzeigen.

- Scrolle so lange nach unten, bis du den Platzhalter mit einem großen Rechteck im oberen Bereich und 5 kleinen Quadraten im unteren Abschnitt findest.

- Lade nun dein Referenzfoto unter Upload in Canva hoch.
- Ziehe dein Referenzfoto in das große Rechteck.
- 🚨 Hinweis: Canva bietet auch eine Funktion an, um die Farben eines Fotos automatisch zu erkennen und zu übernehmen. Damit sparst du dir den Schritt über Adobe Color. Ich persönlich finde aber Adobe Color genauer und die Farbauswahl harmonischer, deshalb beschreibe ich den Extra-Schritt hier.
- Klicke nun oben auf die Farbauswahl. Ganz oben rechts im Farbauswahl-Panel kannst du durch Auswahl des Plus-Symbols eine neue Farbe hinzufügen. Unten neben dem Rautensymbol kopierst du einfach den ersten 6-stelligen Hexadezimalcode (Hex-Wert) von Adobe Color hinein.

- Wiederhole Schritt 9 nun für die verbleibenden vier Farbkästchen. Das war es auch schon: Nun hast du deine eigene Farbpalette mit Referenzfoto erstellt, die du einfach nur noch herunterladen musst und die du bei deinem nächsten Projekt als Inspiration nutzen kannst!

6. Ein eigenes Mood Board in Canva erstellen
Du hast viele Ideen gesammelt und möchtest nun auch ein eigenes Mood Board erstellen (wie weiter oben in diesem Artikel gezeigt)? In den nächsten Schritten erkläre ich dir, wie du das in Canva machst.
- Öffne dein Canva-Konto und erstelle ein neues leeres Projekt in einer für dich passenden Größe (✨ oder verwende meine Vorlage hier).
- Wähle nun in der linken Seitenleiste den Tab Elemente und gib Raster in die Suchleiste ein. Klicke dann auf Alle anzeigen.

- Wähle zuerst die 5 nebeneinander liegenden Platzhalter aus. Beim Einfügen in dein Projekt wird dieses Raster den gesamten Bereich einnehmen. Das ist aber überhaupt kein Problem. Klicke auf eine der vier Ecken und verkleinere das Raster, damit du 5 nebeneinander liegende Quadrate erhältst (das wird später deine Farbpalette).

- Wähle nun in der Raster-Auswahl beliebig viele weitere Foto-Platzhalter aus und passe die Größe so an, dass alles auf deine Arbeitsfläche passt. Ich empfehle, in der Mitte der Collage einen größeren Platzhalter für das Referenz- bzw. Master-Foto festzulegen.

- Gehe nun in der linken Seitenleiste auf Uploads und klicke auf Dateien hochladen, um deine gesammelten Fotos und Bilder hochzuladen. Du kannst sie dann einfach auf die Arbeitsfläche in die vorgefertigten Platzhalter ziehen.

- Als letzten Schritt erstellst du die Farbskala mit Hilfe von Adobe Color:

- Als erstes besuchst du den Farbpaletten-Generator von Adobe Color, indem du hier klickst. Die Nutzung ist kostenlos und ohne Anmeldung möglich. Achte darauf, dass du dich im Tab Thema extrahieren befindest.
- Anschließend lädst du durch Ziehen oder mit einem Klick auf Datei auswählen dein Referenzbild hoch. Der Farbpaletten-Generator bestimmt nun automatisch, welche Farben das Hauptthema deines Fotos bilden.
- 💡 Du kannst die kleinen Punkte auf dem Foto auch verschieben, um andere Farben für deine Farbpalette auszuwählen, aber ich empfehle, der Auswahl von Adobe Color zu vertrauen.
- 💡 Unter jeder der 5 Farben wird ein 6-stelliger Code (der Hex-Wert oder auch Hexadezimalcode genannt) angezeigt. Diesen brauchst du später, um die Farbe in Canva wiederzufinden. Der Code lässt sich durch einen einfachen Klick kopieren.
- Klicke in Canva oben auf die Farbauswahl und anschließend auf das kleine Plus-Symbol, um eine neue Farbe hinzuzufügen. Kopiere nun den ersten Hexadezimalwert aus deiner Auswertung von Adobe Color und füge ihn unten neben dem Rautensymbol ein. Wiederhole diesen Schritt mit den restlichen vier Hexadezimalwerten für dein Referenzfoto. Und fertig ist deine Farbpalette!

- Jetzt musst du nur noch deine restlichen gesammelten Materialien in die anderen freien Platzhalter einfügen. Und schon hast du dein eigenes Mood Board erstellt. Das war doch eigentlich ganz einfach, oder?
✏️ Tipp: Verwende meine Vorlagen bei Canva
Hier findest du noch einmal ganz übersichtlich die Vorlagen für die beiden oben beschriebenen Projekte:
Vorlage für die Farbpalette mit Referenzfoto: klicke hier (1080 x 1080 Pixel)
Vorlage für das Mood Board: klicke hier (2048 x 1078 Pixel)
Und nun viel Spaß beim Designen deines ersten eigenen Mood Boards. Du kannst uns dein Werk auch gerne in den Kommentaren zeigen! 🎨

Bild-Quelle Header-Foto: Trinetuzun





















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