
Autorin: Dani Shapiro
Titel: Leuchtfeuer
Originaltitel: Signal Fires
Übersetzt: Aus dem Englischen von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann
Erschienen am 18. Februar 2024 bei hanserblau
Hardcover: 23,00 Euro // E-Book: 16,99 Euro
Bewertung: Mein Monatshighlight im Mai ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ (5 von 5 Sternen)
Klappentext:
Eine Sommernacht 1985: In einem Vorort von New York steigen drei betrunkene Teenager in ein Auto – und nichts ist mehr wie zuvor.
Die Geschwister Sarah und Theo zerbrechen fast an der Last des Geheimnisses, das sie seitdem teilen, und selbst 20 Jahre später bestimmt es ihr Leben. Auch ihr Vater Ben, ein pensionierter Arzt, hadert mit seiner Rolle in jener denkwürdigen Nacht. Doch als Bens Begegnung mit dem zehnjährigen Nachbarsjungen Waldo eine Kette von Ereignissen in Gang setzt, droht das Geheimnis zu platzen und ihrer aller Leben in ungeahnte Bahnen zu lenken.
Meine Meinung zu Leuchtfeuer von Dani Shapiro
Leuchtfeuer war eine echte Überraschung. Sicherlich keine leichte Kost, aber es thematisiert viele (leider) aktuelle Themen und regt zum Nachdenken an. Ein Buch, das noch lange nachhallen wird.
Der erste Eindruck
Wie schön ist bitte dieses Cover? Zum Vergleich könnt ihr euch hier mal das um Welten schlechtere Cover der amerikanischen Ausgabe ansehen. Da hat der deutsche Verlag wirklich ganze Arbeit geleistet.
Rezension
Dani Shapiro hat mich mit ihrem Roman voll ins Herz getroffen.
Doch worum geht es überhaupt?
Zwei Familien. Eine Nacht. Eine Entscheidung, die ihr Leben für immer verändert.
Wie im Klappentext oben unschwer zu erkennen, handelt es sich hier um einen Gesellschaftsroman, bei dem wir zwei Familien in den USA über mehrere Jahrzehnte begleiten. Dabei erleben wir mit, wie beide Familien (die unterschiedlicher nicht sein könnten) mit Krisen, Schicksalsschlägen und Herausforderungen umgehen. Die Figuren sind authentisch gezeichnet, sodass man sich mühelos in ihre Geschichten hineinversetzen kann.
Alles beginnt im ersten Kapitel mit einer folgenschweren Entscheidung und einem Autounfall mit katastrophalen Konsequenzen. In Rückblenden, die nicht chronologisch erzählt werden, erfährt der Leser Stück für Stück immer mehr über die beiden Familien in der Division Street und erkennt am Ende, dass im Universum alles miteinander verwoben ist. Unsere Entscheidungen beeinflussen das Leben der Menschen um uns herum – sowohl im positiven als auch im negativen Sinne.
Besonders die Figuren Waldo, Theo und Ben sind mir sehr ans Herz gewachsen. Die Freundschaft zwischen dem kleinen Waldo und dem älteren Nachbarn Ben zeigt, dass das Leben manchmal seltsame Wege geht und Alter, Erfahrungen und Perspektiven keine Barriere sein müssen.
Ein bewegendes Leseerlebnis, nicht zuletzt, weil einige im Buch angeschnittene Themen leider auch in meinem näheren Umfeld eine Rolle spielen.
Was mir wieder einmal bewusst geworden ist: Wir sollten das, was wir haben, gut festhalten. 🤗
Ich freue mich schon darauf, in Zukunft mehr von der Autorin zu lesen.





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